IV-Neurenten im Jahr 2009 erneut um 10% gesunken
Bern (awp/sda) - Die IV zieht die Schraube weiter an: Zum sechsten Mal in Folge ist 2009 die Zahl der Neurenten gesunken. Mit 15'900 waren es 10% weniger als im Vorjahr. Mit einem Defizit von über einer Milliarde Franken bleibt die IV aber in den tiefroten Zahlen.
Im Vergleich zum Vorjahr sprach die Invalidenversicherung (IV) 1'800 Renten weniger zu, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am Mittwoch mitteilte. Auf ganze Renten hochgerechnet sprach die IV im vergangenen Jahr 15'900 Neurenten zu. IV-Renten können ab einem Invaliditätsgrad von 40% beansprucht werden.
Damit setzt die IV den Trend der letzten Jahr fort. Seit dem Jahr 2003, als mit 28'200 eine rekordhohe Zahl von Neurenten gesprochen wurde, gingen die Neurenten um 44% zurück. Gegenüber 2003 wurden somit 12'300 Renten weniger neu zugesprochen. Diese Entwicklung führt das BSV auf die IV-Revisionen 4 und 5 zurück.
Aufgrund der erneut tieferen Zahl der Neurenten sank auch die Gesamtzahl der ausgerichteten Renten stärker als jemals zuvor. Sie ging in einem Jahr um 1,6% zurück. Zum Stichdatum des IV-Monitoring im Januar 2010 richtete die IV total 246'500 Renten aus. Seit Januar 2006 ist diese Zahl rückläufig.
Das erneute Defizit von 1,1 Mrd CHF bedeutet, dass die Schulden der IV bei der AHV auf rund 14 Mrd CHF gestiegen sind. Dank der IV-Zusatzfinanzierung, die das Volk im vergangenen September guthiess, soll die IV über eine Mehrwertsteuererhöhung von 2011 bis 2017 saniert werden. Danach soll die 6. IV-Revision greifen.
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